halbgas

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2–3 Minuten

das wird wohl der letzte regen vor der trockenzeit sein, raunten sich die alten vorgestern nachdenklich zu. nö! heute wieder den ganzen nachmittag lang, ununterbrochen.

regenzeit ist doch noch nicht vorbei

in den letzten zwei wochen ist ziemlich viel passiert, aber da ich schon wieder (!) krank und ein wenig kraftlos bin, gibt’s das jetzt nur ein bisschen auf sparflamme, in donald trump-twitter-duktus. also: mit meinem chef ist es aus. traurig, traurig… er hat wohl irgendwelche dokumente, die mein engagement bei ihm betreffen, nicht an die zentrale weitergeschickt – zu perels verdruss. der hat mich dann letzte woche montag zu sich ins büro gerufen und mir eröffnet, dass ich nicht zur arbeit fahren werde, sondern wir uns stattdessen mit einer anderen presseagentur treffen. nun gut. eigentlich war ich ja zufrieden. andererseits hatte ich meinen chef seit knapp einer woche nicht gesehen. entweder hatte es nichts zu tun gegeben, oder er hatte mir nicht bescheid gesagt. ausserdem hatte er mir mehrere tage nicht auf nachrichten geantwortet. nichts wildes, nur: gibt es hier eigentlich eine toilette im gebäude, die ich benutzen kann? stille. gut, dann pisse ich eben gegen die hauswand. quatsch, das habe ich natürlich nicht getan. aber dieses gefühl hatte ich dann eben so ein bisschen: aha, ich bin dir also doch irgendwie recht egal. trotzdem hätte ich noch nichts reklamiert bei perel. ich hätte noch ein bisschen geschaut, wie es sich in der woche darauf verhalten hätte. doch am ende dieser woche war ich sehr glücklich über diese entscheidung, die mir abgenommen wurde. je le trouve bizarre, sagt perel, den kopf zur seite geneigt, sein wonniges lachen lachend. vier tage später war der erste artikel meiner kolumne le crayon vert online auf http://jeunetogo.tg. wow! da habe ich mich arg gefreut. ich hab ihm das quasi alles so vorgeschlagen, dem neuen chef, mit dem konzept: ich lauf hier rum und suche mir jede woche ein thema meiner wahl, über das ich dann eine bis anderthalb seiten schreibe. irgendwas mit kultur und sozialem und so: wie ich togo, kpalimé, und die menschen hier so erlebe. ziemlich cool also, dass er die idee und meinen pilot-artikel gleich so gut fand. nach all den wochen arbeitsbeschaffungsmassnahmen bei atop, konnte ich es kaum glauben, als der artikel dann online war. okay genug gefreue! schon ein paar tage später sollte die freuerei erstmal wieder gedämpft werden.

aber das erfahren sie in der nächsten ausgabe von lecrayonvert, bleiben sie dran, bleiben sie frisch und trinken sie einen glühwein für mich mit. ich weiss, ich habe ihnen weitere katzenfotos versprochen, denn dazu sind wir schliesslich hier, im internet (oder überhaupt?). daher präsentiere ich ihnen hiermit ein weiteres mal amandine, das kleine mandelchen, die dreifarbige glückskatze, gebettet auf das prächtig gedeihende gemüsebeet.

ausserdem habe ich ein tanzvideo versprochen. naja so halb. versprochen würde ich nicht sagen. ich schau jetzt mal kurz. na gut, das hier geht in ordnung. das ist aber nur halbgas, gell. und schon ein paar wochen her.

training mit issifuo

2 Antworten zu „halbgas“

  1. Avatar von Kari
    Kari

    Cooler Tanz!

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  2. Avatar von Jürgen Bootsmann

    Lieber Joram! Ich trinke ein Waldhaus auf dich!!

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