einmal zutief in den kaninchenbau geschaut… es folgt meine erste abc-etüde. die abc-etüden sind ein format der bloggerin christiane, bei dem allerhöchstens 300 wörter verwendet werden dürfen, ohne dass man diese vollmachen muss. wie beim wupperdrabble, gibt es drei vorgegebene wörter, die im text vorkommen müssen. dieses mal sind es:
unterwürfigkeit – verschuldet – verjubeln.
‚wenn ich mich wirklich konzentriere, krieg‘ ich drei auf einmal hin‘ , madame dédé rosaline clichy lehnt sich weit zurück auf ihrem plastikstuhl, seufzt, und fällt krachend nach hinten runter. zwei mozartkugeln kullern ihr über das gesicht. die dritte kauend, ruft sie: ‚fwagen fie! kömmpe ifh ihrem merpfedef bempf für baf fwofenenne aufleihn?‘ , und bricht in schwallartiges gekicher aus. zuckend und glucksend liegt sie auf dem terrassenboden und ihr blick trifft den yawas, die ebenfalls breit grinst und in den silberkelch ascht, der ihnen zwei stunden zuvor feierlich überreicht worden war. ‚der arme… es muss pomaden-john unheimlich schwer gefallen sein, dich das zu fragen‘ , sagt sie lachend. ‚tja, wenn er bloss nicht alles in der rue chagalle verjubelt hätte, dann wäre er nun nicht so verschuldet und könnte sich selbst einen leisten.‘ ‚pah, weisst du was? die sind echt ekelhaft‘ , sagt dédé und spuckt theatralisch zur seite. ’natürlich sind die ekelhaft! wenn ich seit jahren das hündchen spielen muss, damit sie mich in ihren berichten gut aussehen lassen… ‚ ‚ ich meine diese verdammten kugeln. die schmecken nach alter ziegenscheisse.’ ’…und dann schenken sie dir noch nicht mal einen benz‘, fährt yawa unbeirrt fort, ’sondern du musst ihn dir bei einer tata leihen, die dabei ist, sich in deinem land das erfolgreichste business in der ganzen küstenregion aufzubauen, und das ohne irgendjemandem die stiefel zu lecken.’ ’er bringt den wagen danach besser zur reinigung.‘ , pflichtet dédé gedankenverloren bei. ‚weisst du, was ich glaube?‘ , sagt sie, richtet sich langsam auf und betrachtet dabei eindringlich den rotwangigen und silberhaarigen mozart, ‚diese unterwürfigkeit, die wird uns noch eines tages auf die füsse fallen. mit tausendfacher kraft wird sie morgen als zorn auf diejenigen niederprasseln, die für mehr freiheit auf die strasse gehen, du wirst sehen.‘ ‚wir müssen uns beeilen.‘ sagt yawa.


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